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Sonntag, 21. April 2019

Risiko rauf, Beratung runter - Viele Unternehmen sparen am falschen Ende

Spardose
Die Börsen fahren Achterbahn. Energiekosten und Rohstoffpreise steigen und erreichen Rekordstände. Währungen werden unsicher und ganze Staaten drohen in die Pleite zu rutschen. Und auch die Zinsen werden nicht immer auf dem aktuell niedrigen Niveau bleiben. Unternehmen, kleine wie große, können so gut wie gar nicht mehr mittel- und langfristig planen. Der Bedarf an qualifizierten Unternehmensberatern steigt. Zugleich sinkt aber die Bereitschaft, sich Berater oder andere externe Experten ins Haus zu holen, weil schon jetzt Krisenstimmung herrscht und Budgets gekürzt werden. Die Kosten sollen runter in deutschen Unternehmen.

"Hier wird meistens am falschen Ende gespart", meint Jens Wörmann, Gründer und Geschäftsführer von Ultimo/q2b, einem Verbund von mehr als 140 Unternehmensberatern, Experten und Dienstleistern in Deutschland, Österreich und der Schweiz. "Die Kosten für externe Berater, Marketing und Personalentwicklung trifft es immer als erstes, obwohl im Grunde genau hier investiert werden müsste", so der Betriebswirt und Ex-Banker. Es sei teilweise grotesk: Wenn der Beratungsbedarf steige und der fachmännische Blick von außen am dringendsten sei, sinke die Bereitschaft der Unternehmen, genau diesen einzukaufen.

Dieses Verhalten habe das Potential, eine mögliche Krise im Unternehmen später noch zu verschlimmern. Je frühzeitiger die richtigen Weichen gestellt würden, umso effektiver seien die Maßnahmen. Solche zu entwickeln sei die Aufgabe guter Berater. Denn zumeist herrsche in den Betrieben eine gewisse Betriebsblindheit gegenüber Prozessen, Ausgaben, die vor allem auf Gewohnheit beruhten und vorhandenen Strukturen. Sei die Krise erstmal da, würden die Gestaltungsräume kleiner. Gerade jetzt sei die Zeit für strategische Entscheidungen und professionelle, externe Umsetzungsbegleitung.

Insbesondere betriebswirtschaftliche Beratungen seien jetzt notwendig. Es gelte nun Antworten auf steigende Einkaufspreise, generelle Inflationstendenzen und unsichere Finanzmärkte zu finden. Effektives Kostenmanagement, kluge und strukturelle Ausgabesenkungen, schlanke Prozesse und der Erhalt positiver Ratings gegenüber Banken und Auskunfteien seien nur einige Aspekte. Kosten senken, aber mit Augenmaß sei die Devise. Das gelte eben auch für externe Berater. "Wer hier spart, spart am falschen Ende", so Wörmann. Gute und strategisch denkende Unternehmensberater sicherten die Unternehmenszukunft. Vorsorge sei auch hier besser als Nachsorge.

Hochklassige Beratung müsse auch nicht immer teuer sein. Nicht nur die großen Beratungsagenturen verfügten über die Kompetenzen. Eher im Gegenteil: viele Einzelberater oder kleine Berater-Kooperationen bieten Lösungen auf höchstem Niveau speziell für Kleinbetriebe und den Mittelstand an. Deren Know-how sei oft viel praxis- und branchennäher. "Das haben auch die Mandate unserer Ultimo/qb-Partner immer wieder gezeigt", verdeutlicht Wörmann. Schon viele Krisen seien mit Unterstützung von Unternehmensberatern gemeistert worden. Deren Sinn und Nutzen sei vielfach besser als ihr Ruf.

 

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