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Samstag, 15. Juni 2019

Wissen ist gut. Aber erst Machen macht besser.

Lars_Vollmer
Anders führen – für mehr Umsetzungskraft im Unternehmen.

Wir haben kein Innovations- oder Wissensproblem, wir haben vielmehr ein Umsetzungsproblem. Jedes Unternehmen startet immer wieder Verbesserungsinitiativen, sei es die schlanke Produktion, kürzere Entwicklungszeiten, Integration der Supply-Chain-Partner usw. Man schult, erzielt erste Erfolge, schult weiter und recht schnell wissen viele, was zum Erfolg führt und was nicht. Schaut man dann drei Monate weiter, bemerkt man, dass wenig bis nichts von dem Gelernten in der Praxis angekommen ist. Da haben wir sie, die gemeine Umsetzungslücke. Und genau das ist das Problem so vieler Unternehmen. Ihnen fehlen nicht die guten Ideen, ihnen fehlt die gute Umsetzung.

Warum klappt es bisher nicht? Sechs Gründe für die Umsetzungslücke:

  1. Wir tappen immer wieder in die „Eisenhower-Falle".
    Wir kümmern uns mit aller Kraft um die dringenden Dinge. Für die wichtigen nehmen wir uns zu wenig Zeit. Oder haben wir womöglich das falsche Managementsystem?
     
  2. Die Führungsspanne im Unternehmen ist in den meisten Fällen viel zu groß.
    Unsere Führungskräfte werden dadurch nicht selten vollständig absorbiert. Für Brandschutz bleibt bei all den Feuerlösch-Aktionen keine Zeit. Oder liegt es an der fehlenden passenden Aufbauorganisation?
     
  3. Die Mannschaft hat zu viele Ziele.
    Der Fokus fehlt. Worauf soll man sich konzentrieren? Ohne Fokus fehlt die Beschleunigung.
     
  4. Wenn wir Ziele vorgeben, dann hat das oft „Black Box"-Charakter.
    „Erhöhen Sie die Leistung um 20 Prozent. Wie, ist Ihre Sache", ist oft die Ansage an die Mitarbeiter. Das wird dann gern als Chance zur Eigenverantwortlichkeit verkauft, ist aber im Grunde eine Führungsschwäche. Manager und ihre Mitarbeiter brauchen immer eine klare Vorstellung vom Soll-Zustand.
     
  5. Wir verbringen viel zu viel Zeit in Sitzungen.
    Wir setzen uns jedes Mal Fertigstellungs-Termine. Nie machen wir jedoch Umsetzungs-Termine. Und so versanden Projekte zumeist.
     
  6. Verändern ist toll, aber Verändert-Werden ist furchtbar.
    Die Leute dürfen oft nicht selbst machen. Es fehlt tatsächliches Ownership, eine wirkliche Beteiligung. Aber erst die bringt Überzeugung, Nachhaltigkeit und vor allem viel positive Unternehmenskultur.

Wir brauchen ein neues Managementsystem

Wie können wir sie nun schließen, die Umsetzungslücke? Wie werden wir von „Bescheidwissern" zu wirklichen Umsetzern? Die Qualifizierung oder Motivation Einzelner ist keine Lösung. Die Wirkung von Motivations- oder Schulungsveranstaltungen verpufft, sobald die Teilnehmer den Raum verlassen haben. Oder kurz danach... Wirkliche Umsetzungsstärke ist eine Frage der Führungs-Organisation. Die Betonung liegt in der Tat auf Organisation. Denn wir brauchen ein neues Managementsystem – eine neue Art der Zielvorgaben, mehr Partizipation der Mitarbeiter, um einen konkreten Soll-Zustand zu erreichen, und vor allem eine Struktur, die das Machen fördert und uns nicht in die Projektfalle tappen lässt. Mit einer solchen umsetzungsstarken Organisation schaffen wir uns einen Wettbewerbsvorteil, der nicht kopierbar ist. Von Niemandem.

Drei wichtige Schritte zu einer umsetzungsstarken Führungsorganisation:

  1. Systemgestaltung.
    Wir müssen die Black Box auflösen – mit den Mitarbeitern gemeinsam. Also: Wie muss das Unternehmen/die Abteilung/der Wertstrom konkret aussehen, wenn wir 20 Prozent mehr Leistung erreichen wollen? Ziele können wir im Zweifel weglassen, den Soll-Zustand nicht. Welche substanziellen Änderungen werden dafür erforderlich sein, wen brauchen wir noch zur Umsetzung? Und dann erst die Maßnahmenableitung.
     
  2. Umsetzungsevents.
    Machen wir keine Projekte. Besser sind konkrete Umsetzungstage. Nicht so viel reden. Machen. Ein Thema, ein Team, drei bis fünf Tage. Nichts aufschieben. Und das Ganze regelmäßig. Z.B. alle vier Wochen.
     
  3. Tägliche Verbesserung.
    Schaffen wir eine Umsetzungsgewohnheit – für alle Mitarbeiter. Jeden Tag, kleine Gruppen, selbstständig, eigenverantwortlich. Fünf Minuten täglich reichen schon, um den Blick für Verbesserung zu schärfen und Veränderung zur Gewohnheit zu machen.

Dr. Lars Vollmer – Keynote-Speaker und Unternehmer – hält europaweit Business-Vorträge zum Thema „Umsetzungsstärke". www.lars-vollmer.com

Über VOLLMER & SCHEFFCZYK
Vorstellen würden wir uns immer als Beratungs- und Serviceunternehmen für Lean Management. Im Grunde sind wir aber vor allem Überzeugungstäter. Wir wollen die Welt ein Stück leaner machen – nicht mehr und nicht weniger. Dabei schließen wir nichts aus. Wir sind in Fertigung und Verwaltung, in Industrie und Dienstleistung unterwegs. Und was wir tun, geht wirklich in jeder Branche – ob Neubau oder Betrieb. Mit drei Standorten in Deutschland und der Schweiz begleiten wir unsere Klienten auf ihrem Weg zur Lean Company. Und zwar schneller und besser. Auch unsere Inhouse-Workshops tragen diese Handschrift. Wir gestalten mit Ihnen gemeinsam die für Sie passenden Themen und schulen Ihre Mitarbeiter. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass diese Form der Qualifizierung – nämlich direkt auf Produktion, Administration, Einkauf oder Vertrieb in Ihrem Unternehmen zugeschnitten – einfach um vieles wirksamer ist als jedes offene Seminar. Denn so sind wir direkt in der Praxis – nicht nur praxisnah. Überzeugen Sie sich — gern auch bei unseren Klienten. Diverse Klientenstimmen finden Sie auch auf unserer Website.

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