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Freitag, 26. April 2019

Nach der Krise ist vor der Krise


Aufgrund der Auswirkungen der Wirtschaftskrise planen mittelständische Unternehmen verstärkt, interne Abläufe und Strukturen globalen Trends anzupassen. Damit wollen sie sich adäquat auf ein volatiles Marktumfeld vorbereiten. Die Abhängigkeiten von Rohstoffen und Zulieferern auf der einen sowie schwankende Nachfragen in Krisenzeiten auf der anderen Seite veranlassen immer mehr Mittelständler, sich mit Steuerungsmethoden, Szenariotechniken und Prognosen der Volatilität der Märkte, also den Wirtschaftsschwankungen, zu stellen. Vor diesem Hintergrund überrascht es nicht, Supply Chain Management – das Lieferketten-Management – auf der Agenda von Vorständen und Geschäftsführern zu finden.

Dies ist ein Ergebnis der aktuellen Trendstudie „Atmende Supply Chains", die das Marktforschungsunternehmen Lünendonk GmbH, Kaufbeuren, gemeinsam mit dem Supply Chain Management Institute der EBS Business School, Wiesbaden, durchgeführt hat. Die Ergebnisse der Studie sind in der Science Edition des Beratungsunternehmens BrainNet, Bonn, erschienen und können dort ab sofort bezogen werden.

Der Untersuchung lag die Frage zugrunde, wie gut Deutschlands gehobener Mittelstand auf volatile Märkte vorbereitet ist. Dazu befragten die Analysten von Lünendonk und des Supply Chain Management Institute (SMI) die erste und zweite Führungsebene von 25 mittelständischen Unternehmen. An der branchenübergreifenden Analyse nahmen beispielsweise Hugo Boss, Loewe, Stada und Schott teil. Die Ergebnisse weisen in zwei Richtungen: Einerseits wird Supply Chain Management (SCM) verstärkt als Werttreiber innerhalb der Unternehmen wahrgenommen. Andererseits setzen mittelständische Unternehmen vermehrt Instrumente und Ressourcen als Steuerungstools ein, um kommenden Krisen flexibel und adaptiv entgegentreten zu können.

Zwei Drittel setzen auf effektives Risikomanagement

Die Studie verdeutlicht, dass die befragten Geschäftsführer und Vorstände zukünftig sowohl eine deutliche Zunahme der Marktvolatilität als auch eine höhere Frequenz der Konjunkturzyklen erwarten. Auf einer Skala von 0 = keine Zustimmung bis 10 = hohe Zustimmung erhielten beide Thesen eine durchschnittliche Bewertung von 7,5 (Median: 8,0). Aus diesem Grund wurden respektive werden von der Mehrheit der Teilnehmerunternehmen interne Abläufe und Strukturen an globale Trends angepasst. 68 Prozent der Befragten haben ein effektives Risikomanagement installiert, mit dem finanzielle Kennzahlen wie Cash-Flow oder Wechselkurse kontinuierlich überwacht werden. 64 Prozent optimierten die eigene Prozess- und Kostenstruktur. Ein strategisches Lieferantenmanagement wird von etwas mehr als einem Drittel der Studienteilnehmer angewandt (36%).

„Eine wichtige Lehre aus der Wirtschaftsmarkt- und Finanzkrise ist, dass mittelständische Unternehmen von externen Schocks oftmals heftiger und überraschender getroffen werden als Großkonzerne", erläutert Dr. Heiko von der Gracht, Direktor des Center für Zukunftsforschung und Wissensmanagement am SMI und Koautor der Studie. „Eine effiziente, flexible und strategisch gesteuerte Supply Chain hilft, turbulente Zeiten ohne nachhaltige Substanzverluste zu überstehen und ermöglicht auch kleineren Partnern in der Wertschöpfungskette das Überleben."

Die Bedeutung der Lieferkette zeigt sich bei der Beurteilung unterschiedlicher Reifegrade innerhalb der mittelständischen Unternehmen: Die Dimension „Wir verstehen die Entwicklung der Supply-Chain-Strategie als Aufgabe unserer Unternehmensführung" wurde auf der Skala von 1 bis 10 durchschnittlich mit 8,1 bewertet. Hingegen erhielt die Aussage „Wir sind in der Lage, den Einfluss unserer Supply Chain Excellence auf ROCE (Return on Capital Employed), Ergebnis und Umsatzwachstum zu quantifizieren" nur einen Wert von 6,8. Bei diesen elementaren Unternehmenskennzahlen ist teilweise eine Optimierung möglich.

„Das starke Interesse des gehobenen Mittelstands an neuen Managementmethoden und -instrumenten belegt, dass die Unternehmen den tiefgreifenden Wandel in ihrem Marktumfeld erkannt haben und sich systematisch auf die Veränderungen einstellen", so Jörg Hossenfelder, Geschäftsführender Gesellschafter der Lünendonk GmbH und Koautor der Studie. „Damit haben sie eine sehr gute Ausgangsposition, um auch künftig in der ersten Liga der globalen Wirtschaft mitzuspielen."

Studienbezug

Die kompletten Befragungsergebnisse sowie Interpretationen wurden im September 2010 in der BrainNet Science Edition veröffentlicht. Die Studie „Atmende Supply Chains" kann bei BrainNet angefordert werden über Melanie Kersting (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!)

 

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