Mittwoch, 13. Dezember 2017
Aviation Studie 2015 - Globale Wertschöpfungsketten managen (erstellt gemeinsam mit dem BDLI)

Aviation-Studie 2015 – Globale Wertschöpfungsketten managen

Ersteller: Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie (BDLI) und Staufen AG
Die Studie gibt einen Überblick über strategische und prozessuale Herausforderungen von OEMs, Tier 1- und 2-Zulieferern sowie deren konkrete Pläne und Lösungsmöglichkeiten im Hinblick auf Deutschland in der globalen Wertschöpfungskette.

Insgesamt nahmen 103 Manager aus allen Bereichen der deutschen Luftfahrtindustrie an der Befragung teil: Flugzeughersteller (OEM), Module- und Teilelieferanten (Tier 1, Tier 2) und Unternehmen aus dem Servicebereich (MRO = Maintenance, Repair, Overhaul).

Wie kaum ein anderer Wirtschaftszweig steht die deutsche Luftfahrtindustrie für Innovation und Qualität. Die je nach Berechnungen 300 – 500 deutschen Unternehmen der Branche – vom großen Systemhersteller bis zum kleinen Zulieferunternehmen – bieten ihren Kunden seit Jahrzehnten Spitzentechnologie „Made in Germany“. Entsprechend rasant ist das Wachstum in den vergangenen vier Jahrzehnten verlaufen. Die Beschäftigtenzahl konnte verdoppelt werden, der Umsatz hat sich knapp verfünffacht.

Also alles eitel Sonnenschein für die Unternehmen und ihre mehr als 105.000 Mitarbeiter in Deutschland? Mitnichten. Zwar wird der Boom im Geschäft über den Wolken anhalten – ein Ende ist lange noch nicht in Sicht. Dennoch hat der Gegenwind zugenommen. Insbesondere mittelständische sowie kleinere Unternehmen drohen in Turbulenzen zu geraten, wenn Sie ihre Arbeitsweisen und Prozesse nicht auf den Prüfstand stellen. Denn der Druck von den Airlines auf die Flugzeugbauer und weiter in der Lieferkette bis zum kleinen Zulieferunternehmen ist massiv gestiegen und wird weiter zunehmen. Das zwingt die Unternehmen zum Handeln.

Die Branche steht vor Umwälzungen, denen sich kaum ein Unternehmen entziehen kann. Auch der Standort Deutschland ist davon betroffen. Mit dem wachsenden Luftfahrtmarkt in Asien werden in den kommenden Jahren auch die Entwicklungs- und Fertigungskapazitäten der Branche nach Fernost wandern. Den Aufbau von Repräsentanzen in den wichtigsten Schlüsselmärkten Asiens bewerten die Unternehmen als eine der derzeit wichtigsten Aufgaben. Entsprechend sagt jeder fünfte Luftfahrtmanager eine Reduktion von Entwicklungs- und Produktionsstätten hierzulande voraus.

Es gilt, die Herausforderungen anzunehmen, welche sich aus diesem Trend ergeben. Dazu gehört auch, Entwicklung und Produktion in Deutschland so zukunftsfähig wie möglich zu gestalten mit schlanken Prozessen und Strukturen. Nur so werden wir auch in Zukunft noch zu den weltweit bedeutenden Standorten der Luftfahrtindustrie gehören.

Studie

Aviation-Studie 2015 - Globale Wertschöpfungsketten managen

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.