Dienstag, 17. Oktober 2017

Illusion 4.0

Illusion 4.0Autor: Andreas Syska, Philippe Liévre
Preis: EUR 29,95
E-Book: EUR 26,99
Gebundene Ausgabe
Seiten: 222
Verlag: CETPM Publishing
Auflage: Auflage: 1 (25. Juli 2016)
Sprache: deutsch
ISBN-10: 3940775185
ISBN-13: 978-3940775184


Kurzbeschreibung:

Industrie 4.0 – die Idee der webbasiert vernetzten Fabrik – ist mehr als fünf Jahre alt. Dies ist der Anlass für die Treiber von Industrie 4.0, sich einmal mehr gegenseitig auf die Schultern zu klopfen. Völlig zu Unrecht, denn die Industrie muss auf verlorene Jahre zurückblicken. Dabei ist nicht die technische Umsetzung der Vernetzung das Problem, sondern der Mangel an Mut und Phantasie unserer Industrie.

Einst gestartet als Initiative für den produzierenden Mittelstand wird Industrie 4.0 derzeit vornehmlich von Fabrikausrüstern und der Forschung getrieben. Kein Wunder, denn sie profitieren hiervon als erste. Sie beglückwünschen sich gegenseitig für technische Lösungen, die aber oftmals gar nicht so innovativ sind, wie behauptet. Unhaltbare Heilsversprechen, zahlreiche Trittbrettfahrer und eine enorme mediale Aufmerksamkeit – Industrie 4.0 erfüllt alle Kriterien für einen Hype. Zudem basiert Industrie 4.0 auf dem Denkfehler, dass ein nicht lineares und soziales System wie eine Fabrik mit Algorithmen steuerbar ist. Das hat noch nie funktioniert und dies wird auch dieses Mal so sein.

An eben dieser Stelle möchten die Autoren mit vorliegendem Buch ansetzen, eine Orientierungshilfe bieten, aus einer konstruktiv-kritischen Warte heraus Illusionen vorbeugen und damit vor überzogenen Erwartungshaltungen sowie Fehleinschätzungen bewahren. Dass dies nur der erste Schritt sein kann, sollte klar sein. Doch es ist der notwendige, und wie so häufig schmerzhafte erste Schritt der Erkenntnis. Erst wenn die hierfür Verantwortlichen den gegenwärtig zu kurz greifenden Ansatz von Industrie 4.0 durchdrungen haben, kann diesem zu einem Vorzeichenwechsel verholfen werden.

Es bedarf neuer Geschäftsmodelle und der Bereitschaft, das Bestehende unsentimental zu zerstören, statt es linear fortzuschreiben. Industrie 4.0 hat nur dann eine Chance auf Erfolg, wenn sie sich die Frage stellt, wie wir alle wirtschaften, arbeiten und leben wollen und aus den Antworten die richtigen Schlüsse zieht.

Autor

Prof. Dr. Andreas Syska

Die Faszination für Produktion begleitet mich mein gesamtes Berufsleben. Nach meinem Maschinenbaustudium mit der Vertieferrichtung Fertigungstechnik an der RWTH Aachen war ich zunächst als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Aachener Forschungsinstitut für Rationalisierung tätig. Dort habe ich mich mit Fragen des EDV-Einsatzes in der Produktion beschäftigt und dabei auch eine Reihe von Industrieprojekten durchgeführt.

Nach meiner Promotion zum Dr.-Ing. bin ich in die Industrie gewechselt - und zwar zur Robert Bosch GmbH nach Stuttgart. Dort war ich zunächst Assistent in der Werkleitung und wurde Produktionsleiter bei einer Tochtergesellschaft des Konzerns. Es folgte ein kurzer Aufenthalt im Beratungshaus Arthur D. Little. Danach bin ich zurück in meine alte Heimat - das Rheinland - und habe mich dort als Berater für Fabrikorganisation selbständig gemacht.

Kurze Zeit später habe ich einen Ruf an die Hochschule Niederrhein nach Mönchengladbach erhalten. Dort vertrete ich seitdem das Lehr- und Forschungsgebiet Produktionsmanagement und versuche meinen Studenten sowie meinen Kooperationspartnern in der Industrie ein größtmögliches Stück dieser Faszination weiterzugeben.

Philippe Lièvre

Innovative Technologien und Herausforderungen im Wechselspiel mit ihrer Umwelt begeistern Philippe Lièvre seit jeher. Als Mechatroniker und Fahrzeugtechnikermeister war er als solcher in der Funktion des Werkstattleiters in der BMW-Händlerorganisation mehrere Jahre tätig. Im Anschluss studierte er Betriebswirtschaftslehre, mit den Schwerpunkten des internationalen Managements, sowie Einkauf und Logistik. Dieses Wissen vertieft Herr Lièvre aktuell im Masterstudiengang Business Management an der Hochschule Niederrhein, Mönchengladbach. Seine wissenschaftliche Mitarbeit widmet er dort am Fachbereich Wirtschaftswissenschaften dem Forschungsgebiet der Vierten Industriellen Revolution, unter der Leitung von Professor Syska.

Nebenberuflich engagiert sich Herr Lièvre seit 14 Jahren als Projektmitarbeiter Instandhaltung bei der Piepenbrock Service GmbH & Co. KG, einem der bundesweit führenden Unternehmen in diesem Segment. Dieser lange Zeitraum ermöglichte Herr Lièvre Einblicke in Fertigungsstätten nahezu aller in Deutschland vertretenden Branchenzweige, wie beispielsweise der Stahl-, Chemie-, Lebensmittelindustrie oder dem Maschinenbau. Ein fundiertes technologisches Verständnis in Kombination mit einer betriebswirtschaftlichen Sichtweise und der notwendigen Praxisnähe motivieren Herrn Lièvre, Industrie 4.0 ganzheitlich zu betrachten.

 pdf Leseprobe: Illusion4.0 (722 KB)

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