Sonntag, 20. August 2017
Hänel Lean-Lift bei der Fa. Knauf © 2017 Hänel GmbH & Co. KG

Rationelle Baustoff-Produktion mit Vertikallift-Etikettenlager

Die perfekte Verknüpfung von Lager und Produktion bietet produzierenden Unternehmen erhebliches Optimierungspotenzial. Bei Knauf, im nordbayerischen Werk Iphofen, wurde zum Beispiel das manuelle Etikettenlager für die Baustoff-Produktion durch einen platzsparenden Hänel Lean-Lift® nach dem Vertikallift-Prinzip modernisiert. Die schnelle und sichere „Ware-zur-Bedienperson“-Kommissionierung sorgt für mehr Produktivität und beendet das gefährliche Leitersteigen und Über-Kopf-Heben. Mit einem separat installierten Hänel Rotomat® Lagerlift wird zusätzlich die Lagerwirtschaft der Code-Etiketten für die Farbenprodukte optimiert. Alle weiteren Logistik- und Bearbeitungsprozesse in der „Just-in-Time“-Fabrikation sind nahtlos angeschlossen.

KNAUF-Gruppe

Das Familienunternehmen Knauf, mit Hauptsitz in Iphofen, zählt zu den führenden Herstellern von Baustoffen und Bausystemen in Europa. Firmen der Gruppe sind darüber hinaus in den USA, Südamerika, Asien, Afrika und Australien tätig. In den letzten Jahren spielte das Engagement in Osteuropa eine immer größere Rolle für die Geschäftsentwicklung. Einen der Schwerpunkte bildet der russische Markt, auf dem Knauf seit 1993 präsent ist. Heute ist Knauf einer der größten deutschen Direktinvestoren in Russland und Marktführer für gips- und zementgebundene Putze und Platten. In 2014 erwirtschaftete die Unternehmensgruppe weltweit mit rund 26.500 Mitarbeitern einen Jahresumsatz von 6,4 Mrd. Euro.

Hänel Vertikallift optimiert Etikettenlager

Bis zu 320 Tonnen Bauchemiestoffe, wie Spachtelmassen, Fliesenkleber, Putzgrund oder Betonkontakt werden täglich in drei Schichten produziert. Für rund 1.000 gefertigte Bauchemieprodukte sind 895.000 Etiketten in einem Hänel Lean-Lift® auf lediglich zehn Quadratmetern Stellfläche untergebracht. Mit den höhenoptimierten Container-Einlagerungen wird der gesamte Raum bis zur Hallendecke platzsparend genutzt und so kostbare Lagerfläche eingespart. Der Werkleiter für die Bauprodukte, Matthias Leopoldsberger: „Mit Zunahme der mehrsprachigen Produktetiketten wurde die manuelle Lagerwirtschaft in den Regalen immer aufwendiger und unübersichtlicher. Aufgrund der wachsenden Anforderungen benötigten wir dringend ein leistungsfähigeres Lagersystem, denn fehlerhafte Ablagen bedeuten immer einen großen Zeitverlust beim Suchen nach den richtigen Etiketten.“

Der Hänel Lean-Lift® wurde direkt neben einer Eimer-Etikettieranlage installiert, denn rund 40 Prozent der eingelagerten Etiketten sind für Bauchemiestoffe in Kunststoffeimern. Bei Änderungen in der „Just-in-Time“-Produktion kann damit flexibel reagiert werden. Auf Grund der transparenten Abläufe und sicheren „Ware-zur-Bedienperson“-Kommissionierung wird die hohe Produktqualität mit der notwendigen Umsetzung zur Qualitätsüberwachung durch die Chargenrückverfolgung garantiert.

Ferner sind im Hänel Lean-Lift® alle Etiketten vor Licht, Staub und Schmutz geschützt. Statt eines reinen Pufferlagers fungiert der Hänel Lagerlift somit als flexibles Bindeglied innerhalb der Produktion.

„Zusätzlich wurde ein Rauchmelder mit einer Sprinkleranlage für den Brandschutz installiert“, ergänzt der Werkleiter und fügt hinzu, dass vor Jahren ein von Hänel separat installierter Rotomat® Lagerlift bereits zur Optimierung der Lagerwirtschaft für die Code-Etiketten der Farbenprodukte diene.

Optimal integriert, maximale Flexibilität

Um die Transportwege möglichst gering zu halten, werden die Baustoff-Etiketten nach deren Zugriffshäufigkeit auf bestimmten Containern zusammengefasst. Häufig ein- und ausgelagerte Etiketten sind in der Nähe der Entnahmestelle untergebracht. Durch die klare und koordinierte Lagerplatzzuordnung werden gesuchte Etiketten schnell gefunden und wertvolle Zeit beim Kommissionieren gewonnen. „Dank der Übersicht im Hänel Lean-Lift® fand die Suche nach den richtigen Etiketten endlich ein Ende. Sämtliche Blindbestände konnten damit abgebaut werden“, betont Matthias Leopoldsberger zufrieden. Während früher Personal aus der Produktion durch Lagerarbeiten gebunden war, werden heute durch die perfekte Einbindung des Etikettenlagers Personalressourcen optimal genutzt. Maximale Flexibilität und Bestandssicherheit garantiert dabei die integrierte Lagerverwaltung von Hänel. Durch die Integration des Hänel Vertikallifts in den Fertigungsprozess werden erhöhte Zugriffsgeschwindigkeiten und deutliche Produktivitätssteigerungen erzielt. Effizient und wirtschaftlich sind sämtliche Bearbeitungsprozesse aufeinander abgestimmt. Der Lean-Lift® ist folglich das optimale Bindeglied zur Produktion.

Eine für die nahe Zukunft geplante weitere Optimierung ist die nahtlose Integration der Lagerverwaltung in das SAP-System. Das Abscannen der Etiketten schafft zusätzlich Sicherheit bei den Lager- und Kommissionier-Prozessen und spart weiter wertvolle Zeit ein.

Sicherheit, Ergonomie, Service

Um an das gewünschte Produkt zu gelangen, fordert die Bedienperson dieses direkt mit der Hänel Mikroprozessor-Steuerung per Knopfdruck an. Anschließend werden die Artikel automatisch zur Entnahmestelle in ergonomischer Arbeitshöhe transportiert. Dadurch werden Fehlbelastungen und Betriebsunfälle verhindert. Der Lean-Lift® und der Rotomat® von Hänel sorgen für höheren Schutz und Sicherheit, sowohl für das Bedienpersonal als auch für die eingelagerten Etiketten. Um die ständige Verfügbarkeit im Drei-Schicht-Betrieb garantieren zu können, ist der präventive Service von Hänel besonders wichtig.

Fazit

Durch den geringen Platzbedarf des Hänel Lean-Liftes® und der somit eingesparten Stellfläche werden die Fixkosten im Etikettenlager erheblich reduziert. Der Lean-Lift® von Hänel hilft ergonomisch zu arbeiten, Wege zu verkürzen und Betriebsunfälle zu verhindern. Überdies sind alle Etiketten vor Licht, Staub und Schmutz geschützt. Für eine sichere, zeitsparende und flexible Lagerwirtschaft sorgt die integrierte Hänel Lagerverwaltung. Mit der effizienten Nutzung, hohen Flexibilität, Transparenz und Sicherheit der automatischen Abläufe konnte die Produktivität bei der Baustoff-Produktion nachhaltig gesteigert werden.

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