Mittwoch, 22. November 2017

Arbeitsschritte visualisiert: IPM PG sichert und dokumentiert Produktqualität

IPM PG: Die Werkerführung navigiert den Mitarbeiter mit visueller Unterstützung durch den Produktionsprozess
IPM PG stellt hundertprozentig sicher, dass sämtliche Schraubvorgänge in der Produktion bei Knorr-Bremse Systeme für Schienenfahrzeuge korrekt ausgeführt werden und erfasst alle relevanten Prozessdaten. Knorr-Bremse Systeme für Schienenfahrzeuge visualisiert mit der Software IPM Production Guide an zwei Standorten in Deutschland und Russland die einzelnen Arbeitsschritte bei der Verschraubung verschiedener Bremssystem-Varianten. Diese detaillierte Werkerführung durch einen definierten Produktionsprozess gewährleistet die hundertprozentige Produktqualität und reduziert gleichzeitig die Einarbeitungszeit der Mitarbeiter. Darüber hinaus sichert die Software der CSP GmbH & Co. KG sämtliche Prozess- und Produktdaten aus der Fertigung dieser Bremssystem-Typen und speichert diese als rechtsverbindlichen Nachweis in einer Datenbank. Die Werkerführung wird für Bremssystem-Varianten genutzt, die in hoher Stückzahl gefertigt werden sowie für Aufträge, bei denen die Kunden des Herstellers explizit eine schriftliche Dokumentation zum Verschraubungsprozess wünschen.

Bei der Produktion stark beanspruchter Bauteile stellen Schraubvorgänge höchste Anforderungen an die Qualität. Über IPM PG erhalten die Mitarbeiter bei Knorr-Bremse genaue Arbeitsanweisungen zu Drehmomenten, Drehwinkeln, Anzugsparametern und den richtigen Werkzeugen. Die einzelnen Arbeitsschritte werden dazu Schritt für Schritt auf einem Bildschirm visualisiert. Zusätzlich müssen die Mitarbeiter an bestimmten Stellen des Prozesses Arbeitsanweisungen und Informationen quittieren. Die Lösung unterstützt dank der Hersteller-unabhängigen Werkzeugkopplung auch die bei Knorr-Bremse verwendeten Nuss-Selektoren. Sie zeigen dem Werker optisch mit blinkenden Lämpchen, welches Werkzeug genutzt werden muss. Erst nach der korrekten Entnahme kann der Schraubvorgang beginnen. Wie die Erfahrungen im Pilotprojekt am Standort München zeigten, sinkt der Schulungsaufwand bei der Einführung neuer Produkte erheblich, sobald die Mitarbeiter erst einmal mit der Visualisierungssoftware vertraut sind. Im Rahmen des umfangreichsten Produktionsprozesses führen hier 100 Bilder die Mitarbeiter 350 Arbeitsschritte. Doch der Aufwand bei der Erstellung der Bilderabfolge zahlt sich aus, davon zeigt sich Projektleiter Johannes Zizler überzeugt: „Für Knorr-Bremse ist es ungeheuer wichtig, höchste Qualität zu gewährleisten. Die Schäden durch ein fehlerhaftes Bremssystem könnten leicht in die Millionenhöhe gehen. Die Investition in die Werkerführung zahlt sich also sehr schnell aus."

Mit der Software wird die Produktqualität nicht nur gesichert, sondern auch dokumentiert: IPM PG erfasst automatisch alle Informationen eines Schraubvorgangs inklusive Drehmoment, Winkel, Uhrzeit und Werker. Über eine Schnittstelle zu den Fertigungsanlagen werden diese Daten zusätzlich mit Details aus dem Produktionsprozess angereichert. Verlässt ein Produkt die Fertigung, übermittelt IPM PG an das SAP-System ein PDF-Protokoll, das als rechtsverbindlicher Nachweis für die Produktqualität gilt. Somit hilft IPM PG dabei, die Anforderungen des Produkthaftungsgesetzes optimal zu erfüllen. Im Falle von Gewährleistungsansprüchen kann zuverlässig Auskunft gegeben werden.

Basierend auf den guten Erfahrungen plant Knorr-Bremse zum einen die Ausweitung der Werkerführung mit IPM Production Guide auf andere Prozessschritte wie Fetten oder Kleben. Auch auf zusätzliche Standorte soll der Einsatz der Software ausgedehnt werden.

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