Freitag, 24. November 2017

Shopfloor-Management als Erfolgsgarant

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Unter Shopfloor-Management (SFM) verstehen wir das Führen und Managen am Ort des Geschehens, also dort, wo Wertschöpfung im Unternehmen entsteht – und das entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Die Idee ist es, dass Führungskräfte in einem Produktionsbetrieb am Werkbank führen und handeln – und nicht vom Schreibtisch aus Anweisungen geben. Die Vorteile liegen auf der Hand: Probleme werden früh erfasst, können besser strukturiert und nachhaltiger gelöst werden. Dieses Vorgehen ist sehr effizient und nachhaltig, verlangt aber angepasste Führungsprinzipien und erweiterte Kompetenzen.

Eine Frage der Führungskultur

Im SFM rücken die Führungskräfte und damit die Führungskultur ins Zentrum aller Aktivitäten. Die eingesetzten Werkzeuge und Methoden sind wichtig, charismatische und durchsetzungsstarke Führungskräfte sind entscheidend für den Gesamterfolg. Wir reduzieren also unsere Bemühungen nicht nur auf Instrumente und Methoden, sondern versuchen, die Führungsleistung mittels geeigneter, umfassender Massnahmen zu steigern. Ein zukunftsgerichtetes SFM orientiert sich denn auch an folgenden Tätigkeiten:

Visualisierung
Die relevanten Kennzahlen werden vor Ort visualisiert. Dargestellt werden tagesaktuelle Zahlen und Trends. Abweichungen vom Sollzustand werden durch ein Ampelsystem angezeigt.

Besprechungen
Täglich finden Kurzbesprechungen mit allen involvierten Fach- und Führungskräften statt. Erkannte Probleme werden adressiert und sofort einer Lösung zugeführt.

Go and see
Die verantwortlichen Führungskräfte verschaffen sich ein Bild der aktuellen Situation vor Ort. Sie starten den Problemlösungszyklus basierend auf selbst verifizierten Daten und Fakten.

Strukturierter Prozess
Welche Methode im Problemlösungsprozess zum Einsatz kommt, ist nebensächlich. Wichtig ist ein strukturiertes Vorgehen. Dabei wird die Ursache identifiziert und eine nachhaltige Lösung entwickelt.

Coaching und Mentoring
Ein Coaching und Mentoring der Führungskraft ist zentral in diesem Prozess. Diese Unterstützung hilft, Entscheide bewusster zu treffen und das Leistungsergebnis insgesamt zu verbessern.

Die Erfolgsfaktoren

Zu viele Unternehmen setzen nur auf Visualisierung und Besprechung und betreiben so eine Art Shopfloor-Boarding. Damit werden auftretende Probleme zwar rasch erkannt, jedoch nicht nachhaltig gelöst. Ein guter Problemlösungsprozess verlangt ein stark problemorientiertes Denken und Handeln – und ist nicht primär lösungsorientiert. Zu oft und zu schnell «springen wir zu Lösungen» (jumping to solutions). Damit bekämpfen wir nur Symptome.

Eine nachhaltige Lösung kann mittels A3-Report erreicht und muss als eigentlicher Prozess verstanden werden. Genau an diesem Punkt setzt das Coaching an. Der Coach unterstützt den Coachee im A3-Prozess. Das führt zu einer Win-win-Situation für alle Beteiligten – also für Coachee, Coach und Unternehmen. Der Coachee steigert seine Problemlösungskompetenz, der Coach seine Coachingkompetenz, und das Unternehmen profitiert von der nachhaltigen Lösung des Problems.

Fazit

Mit einem richtig aufgesetzten und gelebten SFM steigert ein Unternehmen kontinuierlich die Führungsleistung und baut gleichzeitig seine Problemlösungskompetenzen aus. Das stärkt mittelfristig Umsatz und Ertrag, erhöht die Liquidität und reduziert den Investitionsbedarf.

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