Dienstag, 19. September 2017

Über die Wertanalyse zu mehr Wertschöpfung

Spezialtransport_Anlagenmodule
Je kosteneffizienter die Wertschöpfungskette, desto größer die Wertschöpfung. Eine Reihe von Projekten der Ingenics AG bei der Memminger Goldhofer AG bestätigt das einmal mehr. Bei dem renommierten Anbieter von Speziallösungen für Schwerlast- und Sondertransporte wurden im Laufe eines Jahres sechs Teilprojekte erfolgreich abgeschlossen. Der monetäre Effekt liegt deutlich im fünfstelligen Euro-Bereich. Zusätzlich ergaben sich weit reichende positive Effekte auf struktureller wie personeller Ebene, vor allem durch die intensive und abteilungsübergreifende Einbindung und Schulung der Mitarbeiter aller involvierten Unternehmensbereiche.

„Es liegt im Wesen des von Ingenics vertretenen Lean-Prinzips, dass es sich desto nachhaltiger auswirkt, je früher man es zur Anwendung bringt", sagt Gundolf Müßig, der für Ingenics die Projekte leitete. Von vornherein „lean" zu sein und dies nachhaltig abzusichern, so Müßig, sei immer effektiver als etablierte Prozesse auf schlank zu trimmen. „Natürlich hat man es in der betrieblichen Realität nicht immer mit optimalen Strukturen zu tun, deshalb spielen sowohl Kostenvermeidung als auch Kostenminimierung eine wesentliche Rolle."

In der Wirtschaftkrise habe Goldhofer einen Zehn-Punkte-Plan zur Optimierung der Wertschöpfung aufgestellt, erklärt Pedro Azaña Robles, Projektleiter Wertanalyse bei der Goldhofer AG. „Ein Punkt war die Wertanalyse mit dem Ziel, versteckte Kosten aufzudecken und zu vermeiden, dabei hat uns Ingenics unterstützt." Im Mittelpunkt stand eine signifikante Reduzierung der Herstellkosten durch Einsparungen bei den Material- und Fertigungskosten.

Zunächst wurden Mitarbeiter aus Konstruktion, Arbeitsvorbereitung und Fertigung im Rahmen eines zweitägigen Trainings für das Thema sensibilisiert und mit den Grundlagen der Wertanalyse vertraut gemacht. „Wie von Herrn Müßig empfohlen, gingen wir zweistufig vor", sagt Azaña Robles. „Zunächst wurden 32 Leute geschult, dann sechs Projekte definiert, um die Wertanalyse anzuwenden." Anschließend wurde nach dem sechsstufigen Arbeitsplan der Wertanalyse, der die Vorgehensweise und Methodik - vor allem die Objektanalyse, das Erarbeiten des Pflichten-/Lastenhefts, die Entwicklung von Lösungen und die konkrete Umsetzung - umfasste, verfahren. Unter Einsatz bewährter Kreativitätstechniken wurden innovative Ideen entwickelt, bewertet und umgesetzt.

Für sämtliche Teilprojekte wurden Produkte, Baugruppen und Prozesse ausgewählt bei denen die abteilungsübergreifende Zusammenarbeit im Blick auf die gesamten Prozess- und Fertigungskette maximale Effekte versprachen. Unter anderem sollte die Effizienz der Produktion eines Flugzeugschleppers, eines Sattel- und Schwerlastfahrzeugs sowie eines Schweißroboters verbessert werden. In die interdisziplinären Teams mit Mitarbeitern aus Entwicklung, Fertigung, Arbeitsvorbereitung und Einkauf wurden, wo immer möglich, auch Zulieferer und Partnerunternehmen eingebunden.

„Die Wertanalyse konnte bei Goldhofer geradezu lehrbuchmäßig angewendet werden", sagt Gundolf Müßig. „Die kreativen Potenziale der hoch motivierten Mitarbeiter führten zu realisierbaren Lösungsansätzen, die sich in konkrete Lösungsstrategien umsetzen ließen. Die prognostizierten Kosteneffekte erwiesen sich als realistisch, sodass die ambitionierten Zielvorstellungen voll erreicht wurden." Als zusätzliches nachhaltiges Ergebnis konnte das Teambewusstsein erheblich gestärkt werden. „Die Zusammenarbeit mit Ingenics ist im ganzen Haus sehr positiv angekommen, Herr Müßig hat uns mit seinem breit gefächerten Fachwissen, vor allem zu den Themen Fertigungstechnik und Produktionsabläufe beeindruckt, auch auf der menschlichen Ebene hat es von Anfang an gestimmt", sagt Pedro Azaña Robles. „Noch im Herbst 2011 wird es ein weiteres Projekt geben, bei dem uns Ingenics erneut unterstützen wird."

 

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