Freitag, 24. November 2017

Durchgängige Vernetzung senkt Kosten, erhöht die Produktivität, optimiert das Controlling


Dateneingabe und -transport kosten in einer konventionell organisierten NC-Fertigung täglich jede Menge Zeit, Geld und Produktivität. Um dieses Einsparpotenzial auszuschöpfen, setzen immer mehr Unternehmen wie etwa der Spannmittelhersteller Röhm GmbH und die österreichische Geislinger GmbH auf das Manufacturing-Execution-System (MES) MR-CM der Reinhausen CAM. Präsentiert wird die konkurrenzlose, für Windows-Server und SAP NetWeaver zertifizierte Software-Lösung auf der EMO in Hannover vom 19. bis 24. September 2011 in Halle 25, Stand G 32.

Geht es darum, Effizienz, Prozesssicherheit und Qualität der NC-Fertigung zu erhöhen, bietet der Fertigungsprozess viele Möglichkeiten. Dazu zählen beispielsweise die Elemination manueller Dateneingaben, ein durchgängiger, transparenter Informationsfluss, Verkürzung der Durchlaufzeiten, Optimierung der Werkzeugvoreinstellung. Umsetzen lässt sich dies und einiges mehr mit dem Manufacturing-Execution-System (MES) MR-CM der Reinhausen CAM, einem Geschäftsfeld der Maschinenfabrik Reinhausen (MR). Die ursprünglich für die eigene Produktion mit 50 NC-Maschinen entwickelte Softwarelösung wird als Webserver in die Fertigung integriert.

Das vollständig webbasierte, für Windows-Server und SAP NetWeaver zertifizierte System vernetzt das übergeordnete ERP-/PPS-System mit den direkt am Produktionsprozess beteiligten "Akteuren" (NC-Programmierung, Werkzeugverwaltung, -voreinstellung, -lagersystem, CNC-Maschinen und Qualitätssicherung) informationstechnisch. MR-CM wird dadurch zur zentralen, intelligenten Daten- und Informationsdrehscheibe, mit der die Steuerungen aller am Fertigungsprozess beteiligten Systeme per bordeigenem Browser online und bi-direktional in Echtzeit kommunizieren. Dabei verknüpft MR-CM die Informationen der unterschiedlichen Systeme miteinander und erzeugt erforderliche Datensätze "just-in-time". Die Informationen leitet das MES weiter und meldet Ergebnisse zurück. Ergebnis ist ein effizienter, prozesssicherer, papierloser Workflow ganz ohne manuelle Eingaben, der auch ein effektives Produktions-Controlling ermöglicht.

Optimale Lösung für NC-Abteilungen und Lohnfertiger

Diese Vorteile sind es, weshalb sich immer mehr Unternehmen für MR-CM entscheiden. Dazu zählt die Röhm GmbH, einer der weltweit führenden Spannmittelhersteller, der mit einem extrem breiten Produktprogramm an manueller und kraftunterstützter Spanntechnik, Greiftechnik und Sonderkonstruktionen unendlich viele Anwendungen abdeckt. Das Unternehmen wird das MES in drei Stufen in den Werken Sontheim und Dillingen einführen, wobei in der Endstufe 80 bis 100 NC-Maschinen eingebunden sein werden. Ausschlaggebend für den Einsatz des MR-CM war es der Bedarf nach einem Informations- und Steuerungsinstrument, das die Fertigung einerseits sehr detailliert abbildet. Andererseits sollte der durch die manuelle Steuerung der Fertigung mit teilweise bis zu 10.000 Positionen verursachte, enorme Aufwand minimiert werden. "Mit dem MR-CM bekommen wir ein System, das nicht nur unsere eigentlichen Anforderungen erfüllt, sondern uns durch die Verknüpfung der gesamten Prozesskette auch bei Verbesserungen hinsichtlich Schnelligkeit, Werkzeugverwaltung, Informationsfluss und Qualität unterstützt. Außerdem können wir durch das integrierte Statistikmodul im Nachhinein feststellen, wie die einzelnen Aufträge gelaufen sind", erklärt Erhard Bader, Bereichsleiter bei Röhm. Der Entscheidung vorausgegangen war eine intensive Informationsphase mit Besuchen der NC-Fertigung der MR in Regensburg, die MR-CM einsetzt. "Wir konnten dabei sehen, wie die Informationen an den einzelnen Arbeitsplätzen ankommen, und dass dieses System aus der Praxis kommt und wirklich funktioniert. Das war überzeugend", berichtet Erhard Bader.

Bei der in Österreich (Hallwang/Salzburg) ansässigen Geislinger GmbH kommt das MES ebenfalls zum Einsatz. Der Markt- und Innovationsführer für Drehschwingungsdämpfer und drehelastische hochdämpfende Kupplungen für Diesel- und Gasmotoren hatte das Ziel, die Werkzeugvoreinstellung in seinem Fertigungswerk zu optimieren. Bei einer Veranstaltung wurden die Projektverantwortlichen auf den MR-CM aufmerksam und erkannten, dass dieses System deutlich mehr bietet als nur eine automatisierte Werkzeugvoreinstellung. "Der durchgängige Informations- und Datenaustausch optimiert das Zusammenspiel zwischen Mitarbeiter, Fertigungsmaschine und logistischen Produktionssystemen. Über die einheitliche Benutzeroberfläche werden alle Akteure im Fertigungsablauf auf einfachste Weise mit aufgaben- und rollenspezifischen Informationen versorgt. Daraus erwarten wir uns deutlich spürbare effizienzsteigernde und wertschöpfende Effekte", beschreibt Josef Tinzl, Werksleiter am Standort Bad Sankt Leonhard in Kärnten, wo die mechanische Fertigung angesiedelt ist. Auch bei Geislinger nutzte man die Möglichkeit, sich in Regensburg von der Leistungsfähigkeit des MR-CM zu überzeugen. "Die Leute von MR kennen alle Probleme einer vernetzten Fertigung bis ins Detail aus eigener Erfahrung und haben auf dieser Basis eine Super-Lösung entwickelt", so Josef Tinzl. Entscheidend für den Zuschlag waren aber nicht nur die technischen Möglichkeiten des MES, wie der Werksleiter feststellte: "Wir sind da nicht in irgendein Softwarehaus gekommen, das ein Programm und eine Anzahl von Beratertagen zur Einführung bietet, die Leute von Reinhausen CAM überzeugten uns auch mit ihrem Willen, alle auftretenden Herausforderungen gemeinsam mit uns zu lösen und das Projekt zu einem erfolgreichen Abschluss zu bringen".

Potenzialanalyse als Entscheidungsgrundlage

Die Erfahrung aus dem eigenen Unternehmen war auch Basis der neuen MR-CM Potenzialanalyse, mit der Reinhausen CAM das Optimierungspotenzial in der NC-Fertigung ermittelt und bewertet. Die Analyse beinhaltet einen ausführlichen Fragenkatalog, telefonische Unterstützung bei der Beantwortung der Fragen, einen eintägigen Besuch eines Fertigungs-Fachmanns im jeweiligen Unternehmen zur Klärung offener Fragen sowie der Besichtigung und Bewertung des IST-Zustands. Auf dieser Grundlage wird eine ausführliche Auswertung der IST-Situation erarbeitet und das mögliche Optimierungspotenzial berechnet. Die Ergebnis-Präsentation erfolgt sowohl persönlich als auch in einem rund 35 Seiten starken Exposé. Kosten für eine Potenzialanalyse liegen bei 2.500 Euro.

Über das MES MR-CM und die Potenzialanalyse informiert Reinhausen CAM während der EMO in Hannover vom 19. bis 24. September 2011 in Halle 25, Stand G 32. 

MR-CM® ist eine eingetragene Marke der Maschinenfabrik Reinhausen GmbH.

 

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