Dienstag, 25. Juli 2017

Lean Innovation - Wie man mit weniger Ressourcen mehr erreicht


7_Forum_Lean_InnovationMehr als 200 Teilnehmer beim 7. Forum in Wien

Hochkarätige Wirtschafts- und Innovationsexperten aus dem In- und Ausland gaben am 7. Forum Lean Innovation – Wie man mit weniger Ressourcen mehr erreicht am 25. März 2010 der Plattform für Innovationsmanagement (PFI) vor mehr als 200 Teilnehmern wieder spannende Einblicke in innovative Unternehmen.

Präsident DI Johann Marihart von der Industriellenvereinigung Niederösterreich betonte die Wichtigkeit von Forschung und Entwicklung. Innovation ist der Treiber des Wirtschaftswachstums und der Sicherung von Arbeitsplätzen. In Hinsicht auf die österreichische Förderungspolitik ist daher der Anspruch gestellt, die Mittel für Forschung und Innovation konstant zu halten und diese effizient einzusetzen. Daher ist "Lean Innovation" im Sinne eines effizienten Mitteleinsatzes von so großer Bedeutung.

Dr. Ing. Michael Lenders vom WZL der RWTH Aachen dessen Forschungsschwerpunkt der Lean Innovation gewidmet ist, zeigte diverse Indikatoren eines nicht schlanken Innovationsprozesses auf: ungenutzte Ressourcen, Defekte und Nacharbeit, unterbrochene Wertströme etc. oder das Verfehlen von Kundenbedürfnissen. Das WZL der RWTH Aachen konzipierte 12 Innovations-Prinzipien, deren Einhaltung einen effizienten und zugleich effektiven Innovationsprozess garantiert. Dazu zählen unter anderem ein klares Verständnis von Kundenbedürfnissen schon vor Entwicklungsstart, Roadmapping von Produkten und Technologien, die Taktung von Innovationsschritten und die Gestaltung der Produktarchitektur.

Innovation dient dazu einzigartige Lösungen für unerfüllte Kundenbedürfnisse anzubieten. Typischerweise liegt laut Scott Burleson von Strategyn USA die größte Herausforderung im Innovationsprozess in der Identifikation von unerfüllten und bereits übererfüllten Kundenbedürfnissen. Wie ein Mechaniker oder ein Arzt zuerst das Problem analysiert bzw. eine Diagnose erstellt, müssen auch im Innovationsprozess zuerst die Anforderungen analysiert werden. Sobald das Problem verstanden und die Bedürfnisse messbar und vollständig erfasst wurden, sind nachfolgende Schritte wie Ideengenerierung, angewandte F&E, etc. wesentlich effektiver und effizienter umsetzbar.

DI Gerald Steinwender, Geschäftsführender Obmann der PFI, stellte das 5-Punkte Programm zur Innovationsführerschaft vor. Basierend auf den Ergebnissen der Benchmarkstudie innovate! austria. kann die Plattform für Innovationsmanagement aufzeigen, was die "innovativsten" Unternehmen im Innovationsmanagement anders machen und damit im Vergleich zum jeweiligen Branchendurchschnitt eine um 5% höhere Umsatzrendite erzielen. Gleichzeitig zeigt die Studie auch, worin sich Unternehmen schwer tun, wenn sie effektiv und effizient innovieren wollen. Zu den wichtigsten Aufgaben als Top ManagerIn und InnovationsmanagerIn zählen hiernach:

  •  Klare Ziele für Innovationen setzen
  •  Innovation als Top Management Aufgabe verankern
  •  Strategien für Technologie und Forschung entwickeln
  •  Produkt- und Serviceentwicklung mit der Identifikation von Kundenbedürfnissen beginnen

In den weiteren Beiträgen zeigten nationale und internationale Fachexperten ihre Best Practices und Erfahrungsberichte. Die Experten kamen von Banner, Bene, Danish Technical University, Doka Industrie, Fill, fischer Edelstahlrohre, Fritz Egger, Horvàth & Partners, iip innovation in progress – Strategyn, Malik Management Zentrum St. Gallen, Mayr-Melnhof, Mondi Uncoated Fine Paper, Porsche Consulting, Promot Automation, Shell International, Strategyn USA, Universität Hamburg, Universität Siegen, Welser Profile und der Wirtschaftskammer NÖ.

Bei der am Vorabend stattfindenden Innovation Lounge konnten 38 Teilnehmer mit Mag. Michaela Rammel von der Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien und Dr. Ing. Michael Lenders vom WZL der RWTH Aachen über Lean Innovation aus praktischer und akademischer Perspektive diskutieren.

Die Plattform für Innovationsmanagement ist die führende Organisation für Innovationsmanagement und hat das Ziel, die Innovationsleistung ihrer Mitglieder messbar zu steigern. Hierzu entwickelt die PFI neue Methoden und transferiert bewährte Vorgehensweisen des Innovationsmanagement. Die PFI unterstützt die branchen- und unternehmensübergreifende Zusammenarbeit und ermöglicht einen vertraulichen Erfahrungsaustausch (Forum, Innovationspools, innovate! austria., Best Practice Seminare, Projekte). Bilder vom Forum und der Innovation Lounge finden Sie auf www.pfi.or.at unter Galerie.

 

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