Donnerstag, 23. November 2017

Fachdialog der Staufen AG im Zeichen von Lean Development

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13 Prinzipien des Lean Development präsentierte der Internationale Lean- und Toyota-Experte Dr. Jeffrey Liker im ersten Fachdialog 2010 der Staufen AG auf Schloß Köngen. Vor exakt 100 Unternehmern und Managern zeigte der Bestsellerautor von Standardwerken wie „The Toyota Way" auf, wie es Unternehmen damit gelingen kann, organisch gewachsene und nachhaltige Lean-Strukturen in Forschung und Entwicklung aufzusetzen und so Verschwendung im Unternehmen zu vermeiden. Im Anschluss konkretisierte Dr. Andreas Romberg, Senior Partner und Business Unit Leiter der international agierende Lean Management-Beratung, die Umsetzung von Lean Development anhand von praktischen Beispielen aus der Beratungstätigkeit der Staufen AG. Die kostenlose Veranstaltung war Auftakt der diesjährigen Fachdialogreihe der Staufen AG, vier weitere Termine mit Experten aus verschiedensten Management-Bereichen folgen.

„Das Herz und die Seele von Lean ist ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess, kein Baukasten, aus dem man einzelne Werkzeuge wählt", eröffnete Dr. Jeffrey Liker seinen Vortrag. Dies sei die grundlegende Überzeugung, die ihn mit der Staufen AG verbinde. Zudem sei es nicht Ziel der Sache, stur die Methoden ei-nes führenden Unternehmens zu kopieren. Grundlegend ist, sich seiner eigenen Ziele bewusst zu werden, die aktuelle Situation „brutal ehrlich" zu analysieren, Fehler offenzulegen und Probleme anzugehen. Bei den Musterbeispielen wie Toyota hole man sich dann Anregungen und Ideen zur Problemlösung, im Kern müsse man sich aber auf sich selbst konzentrieren. Die 13 Prinzipien des Lean Developments, die er vorstellte, bewegten sich in den zwei zentralen Bereichen Prozesse und qualifiziertes Personal. Zudem stellten sie Techniken und Methoden zur Problemlösung zur Verfügung. Ihre Basis: der Kundennutzen. Alle Prozesse und Methoden, die keinen Nutzen stiften, werden als Verschwendung identifiziert und sollen eliminiert werden. Als Beispiele in der Entwicklung nannte Liker ergebnislose Meetings, gleiche Testreihen in verschiedenen Abteilungen oder Nachbesserungsarbeiten aufgrund eines technisch nicht umsetzbaren Produktdesigns. Ein grundlegender Ansatz zur Verbesserung sei deshalb die frühzeitige und funktionsübergreifende Kommunikation aller an der Entwicklung beteiligten Abteilungen. Dafür fordert Liker das Ablegen von Funktionsrivalitäten und bedingungsloses Teamwork unter einer starken und versierten Führungspersönlichkeit. Berücksichtige man die 13 Prinzipien, könne es innerhalb von fünf Jahren gelingen, durch eine organisch gewachsene Lean-Kultur Durchlaufzeiten enorm zu verringern, Kosten zu reduzieren sowie Qualität und Mitarbeitermoral zu steigern.

Im Anschluss an den Vortrag von Jeffrey Liker zeigte Andreas Romberg, Senior Partner der Staufen AG, anhand konkreter Beispiele aus seiner Beratertätigkeit Vorgehensweisen und Ergebnisse verschiedener Lean-Methoden. Mit mangelnder Ablauf- und Aufgabensicherung sowie ungünstiger Produktgestaltung identifizierte er die drei Hauptquellen für Verschwendung im Entwicklungsprozess. Im Detail beleuchtete er dann Analyseergebnisse zu Verschwendungsquellen in den Bereichen Organisation, Prozesse und Projektarbeit und lieferte anschauliche Lösungsansätze.

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