Dienstag, 19. September 2017

Vom Marktführer zum Lean Enterprise - ABB Schweiz – Teilbereich Hochstromsysteme

Generatorenschalter
70% Marktanteil und seit über 50 Jahren Marktführer: Kein Grund für den Bereich Generatorenschalter der ABB Schweiz sich auszuruhen. Das Management setzt auf Lean Ansätze, steigert die Effizienz und sichert dadurch langfristig den Standort Zürich. Die MBtech Consulting lieferte Impulse und Coaching auf dem Weg zum Lean Enterprise.

Das Bestehende optimal weiterentwickeln
Die Geschäfte liefen gut im Bereich Hochstromsysteme der ABB Schweiz. Dennoch sah sich Teilbereichsleiter Peter Maritz immer wieder mit der Standortfrage konfrontiert. Nach ersten Erfahrungen und Erfolgen im Bereich Lean Manufacturing war er vom Lean Potenzial für das Gesamtunternehmen überzeugt. Es entstand die Vision des Lean Enterprise. Durchlaufzeiten, hohe Prozessstabilität und -flexibilität wurden über den gesamten Auftragsabwicklungsprozess hinweg verbessert. Mit dem Lean Know-how aus der Produktion war man bereits gut gerüstet. Um dies auf Vertrieb, Engineering, Einkauf, Controlling und Service zu übertragen entschied man sich, Experten der MBtech Consulting hinzuzuziehen.

Im Rückblick bescheinigt Maritz heute: "Wir haben viel von dem Know-how der MBtech Consulting profitiert, die es verstanden hat, jederzeit optimal auf Bestehendem aufzusetzen und uns neue Impulse zu liefern".

Offenheit erzeugt und Umdenken angestoßen
Wo die Probleme im Auftragsabwicklungsprozess am schwerwiegensten waren, wussten alle Beteiligten bereits. Die Herausforderung bestand vielmehr in der gemeinsamen Prozesssicht, der Priorisierung von Problemen und der übergreifenden Verbesserung. „Dabei ging es nicht um schnelle Hilfe, sondern um den Aufbau einer nachhaltigen Kultur und Systematik", so Maritz. In verschiedenen Sensibilisierungs- und Umsetzungsworkshops wurde mit Führungskader und Mitarbeitern an eben diesen Herausforderungen gearbeitet.

Peter Maritz: „Die Berater gaben methodischen Anstoß zum Umdenken in den Nicht-Produktionsbe-reichen. Bei der Umsetzung habe ich jedoch meine Mannschaft selbst in die Pflicht genommen".

Zunächst wurde Klarheit und Transparenz über die Vernetzung der Funktionen in Prozessen hergestellt und der Fokus auf den Prozessfluss gelegt. Über einen gerichteten Verbesserungsprozess bis hin zur übergreifenden DLZ-Reduzierung wurden Prozesse und Potenziale bewertet und analysiert.

„Es war ein wichtiger Schritt in die Zukunft sich systematisch Gedanken über Prozesse und Wirkungszusammenhänge zu machen", resümiert Walter Kiechl, Leiter Qualitäts- und Prozessmanagement.

Gecoachte Eigenreflexion statt Fremdanalyse
Zwei ausgewählte Kernprozesse in Vertrieb und Service wurden durch Experten der MBtech Consulting auf Basis bewährter Methoden analysiert und Optimierungen initiiert. Im Anschluss war es Aufgabe der Prozesseigner – gecoacht durch die Berater – die Analysen und die übergreifende Lösungsfindung selbstständig zu moderieren. Im Laufe von mehreren Monaten wurden Optimierungen in der gesamten Wertschöpfungskette von den Prozessbeteiligten erarbeitet. Mittlerweile ist der Freitagnachmittag für bereichsweite Prozessoptimierung fest im Kalender verbucht. „Ein ganzer Nachmittag für KVP bedeutet für uns Zeitersparnis. Probleme können konzentrierter behandelt und Verbesserungen schneller umgesetzt werden" stellt Markus Bachmann, Leiter Projektabwicklung und Produktion fest. Der regelmäßige KVP trägt vielfältige Früchte.

Beispiel: Optimierte Materialbeschaffung
Während es in der Beschaffung beispielsweise früher noch üblich war, Bedarfsanforderungen intern tagelang per Hauspost rotieren und freigeben zu lassen, erfolgt dies heute in Sekundenschnelle per eFax.

Ein anderes Beispiel ist der Umgang mit Konfigurationsänderungen. Im Altzustand wurde nach dem Engineering die Bedarfsplanung bisher nicht erstellt, da regelmäßig Überplanungen aufgrund von Kundenänderungen folgten. Mehrfachbearbeitung mit hoher 'Rüstzeit' für die Projektleiter war das Resultat. Heute wird die Bedarfsplanung sofort komplett in SAP erstellt, so dass Änderungen deutlich schneller bewertbar und umsetzbar sind.

Kontinuierliche Optimierung sichergestellt
Mittlerweile wurde eine ABB-spezifische Vorgehensweise für den 'KVP im Alltag' aufgesetzt. Mit Hilfe von visuellem Management arbeiten die Führungskräfte und Mitarbeiter heute strukturiert und regelmäßig an Verbesserungen.

„Beim Aufbau des 'KVP im Alltag' zeichnete sich die MBtech Consulting insbesondere dadurch aus, dass uns keine vorgefertigte Systematik übergestülpt wurde. Wir haben aus vielen Beispielen und Ideen für uns das Passende rausgesucht. Und es funktioniert.", so Walter Kiechl.

Ergebnisse die nachhaltig wirken
Die Ergebnisse der Lean Transformation sind messbar und nachhaltig wirksam. Seit Beginn der unternehmensweiten bzw. funktionsübergreifenden Optimierung konnte die Durchlaufzeit der Auftragsabwicklung (von Auftragserteilung bis zur schnellstmöglichen Auslieferung) um durchschnittlich die Hälfte reduziert werden. Und der Prozess geht weiter! Mittlerweile wurde das Werk mit der Auszeichnung „Beste Fabrik 2010 Europa" prämiert.

Aus Sicht der Berater eine Bescheinigung für Peter Maritz und sein Managementteam über einen konsequenten Strategieprozess, starkes Leadership und hohe Umsetzungsstärke. Für die MBtech Consulting ist dies ein weiteres Beispiel für nachhaltige Beratung auf dem Weg zum schlanken Unternehmen.


Auf einen Blick

Unternehmen:
ABB Switzerland Ltd.

Branche:
Maschinen- und Anlagenbau

Umsatz:
170 Mio. SFR/130 Mio. EUR

Mitarbeiter:
ca. 200

Herausforderungen:

  • Ausbau Marktführerschaft
  • Bereichsdenken/Schnittstellen
  • Durchgängige Prozesse

Zielsetzung:

  • Prozesstransparenz
  • Reduzierte Durchlaufzeit (DLZ) End-to-End
  • Produktivitätssteigerung

Beratungsinhalte:

  • Prozessbewertung (Lean Check)
  • Exempl. Prozessoptimierung
  • Systematischer 'KVP im Alltag'
  • Shopfloormanagement
  • Training und Simulation
  • Führungskräfte Coaching

Wertschöpfung/Ergebnisse:

  • Um 50% reduzierte DLZ im Auftragsabwicklungsprozess
  • Bereichsweites Lean Verständnis
  • Etablierte KVP Systematik
  • Erhöhte Prozessstabilität

 

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