Freitag, 24. November 2017

Fit für die Zeit nach der Krise – Vernetzung von Fertigungsanlagen


Mobile Datenerfassungs- oder Betriebsdatenerfassungs-Systeme (MDE/BDE) sind Ideengeber und Kontrollinstrument für Kaizen-, KVP- (Kontinuierlicher-Verbesserungs-Prozess-) und Lean-Production-Systeme und helfen, die Fertigung transparenter und effizienter zu gestalten. Solche, auch MES (Manufacturing Execution Systems) genannten Systeme, erfassen die Ist-Zustände in der Produktion und stellen sie den geplanten Soll-Daten gegenüber.

Durch den automatisierten Vergleich der Soll- und Ist-Daten ergeben sich die klassischen Vorteile von modernen MES-Anwendungen wie beispielsweise: Steigerung der Produktivität, Steigerung der Nutzungsgrade und Reduzierung der Durchlaufzeiten.

Unternehmen scheuen Investition in MDE/BDE-Systeme

Trotz der Notwendigkeit und der Vorteile, die moderne MDE/BDE-Systeme bieten, scheuen sich viele Unternehmen angesichts der anhaltenden Wirtschaftskrise, eine entsprechende Investition in diese an sich doch sinnvolle Technik zu tätigen. Nicht so die Amberger Werkzeugbau GmbH in Sulzbach-Rosenberg als Stanzteilefertiger und Werkzeugbauer, wie das folgende Beispiel zeigt.

Das Amberger Unternehmen hat sich bereits in den 70er Jahren als Hersteller von Stanz- und Umformwerkzeugen einen Namen gemacht. 1989 wurde das Portfolio um die Abteilung Stanz- und Umformtechnik erweitert. Außer der Konstruktion und dem Bau von Umformwerkzeugen produzieren die Amberger heute Stanz- und Umformteile auf modernen Pressen mit Presskräften bis zu 6300 kN, vornehmlich für die Automobilindustrie.

Krise schafft auch Luft für Sonderprojekte

„Die Absatzkrise in der Automobilindustrie ist auch an der Zulieferindustrie nicht spurlos vorübergegangen", berichtet Johannes Fickel, Assistent der Geschäftsleitung bei der Amberger Werkzeugbau GmbH. Dennoch liegen seiner Meinung nach in der Krise auch Chancen. Jetzt, da die Konjunktur nachgelassen hat, entschärft sich der Konflikt zwischen Vollauslastung der Produktionskapazitäten einerseits und Maschinenstillstand, verursacht durch die MES-Einbindung der Produktionsanlagen, anderseits.

„Während in den Boomjahren bis Ende 2008 oftmals keine Zeit blieb für die Realisierung von Sonderprojekten, haben wir heute die erforderliche Manpower für eine zügige Vernetzung des Maschinenparks", beschreibt Johannes Fickel die Beweggründe für die jetzt getätigte Investition. Außer den eingangs erwähnten generellen Vorteilen von MES waren für die Amberger Werkzeugbau zwei Merkmale bei der Auswahl entscheidend: die sorgfältige Registrierung und Verdichtung von sogenannten Mikrostopps und die zuverlässige Erfassung der tatsächlich benötigten Rüstzeiten.

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Quelle und vollständiger Artikel unter Vogel business Media:

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